Cyberangriffe auf Kliniken: patientengefährdung, rechtliche Pflichten und ethische Herausforderungen

Teichmann, F. M. (2026). Cyberangriffe auf Kliniken: patientengefährdung, rechtliche Pflichten und ethische Herausforderungen. Ethik in der Medizin, https://doi.org/10.1007/s00481-025-00895-0
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Cyberangriffe auf Kliniken gefährden Versorgungskontinuität und Patientensicherheit unmittelbar. Der Beitrag verdichtet die empirische Lage, systematisiert Pflichten (BSIG/BSI-KritisV, § 75c SGB V, DSGVO) und analysiert Haftungsfragen einschließlich objektiver Sorgfaltspflichtverletzung, Pflichtwidrigkeitszusammenhang und objektiver Zurechnung. Aus Governance-Perspektive werden antizipierte Sachverständigenstandards (B3S/ISMS, „Stand der Technik“) als Konkretisierung des Sorgfaltsmaßstabs diskutiert. Die medizinethische Bewertung bündelt zentrale Dilemmata – insbesondere Lösegeldforderungen und Ressourcenkonflikte zwischen IT-Sicherheit und unmittelbarer Patientenversorgung – entlang der Vier-Prinzipien-Ethik und einer Verantwortungsethik. Abschließend folgen prägnante Handlungsempfehlungen für Klinikträger, Aufsicht und Ethikgremien. Kernthese: IT-Sicherheit ist Patientensicherheit; präventive Dokumentation und geübte Notfallverfahren sind rechtlich wie ethisch geboten.

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