Cyberangriffe auf Kliniken: patientengefährdung, rechtliche Pflichten und ethische Herausforderungen
Cyberangriffe auf Kliniken gefährden Versorgungskontinuität und Patientensicherheit unmittelbar. Der Beitrag verdichtet die empirische Lage, systematisiert Pflichten (BSIG/BSI-KritisV, § 75c SGB V, DSGVO) und analysiert Haftungsfragen einschließlich objektiver Sorgfaltspflichtverletzung, Pflichtwidrigkeitszusammenhang und objektiver Zurechnung. Aus Governance-Perspektive werden antizipierte Sachverständigenstandards (B3S/ISMS, „Stand der Technik“) als Konkretisierung des Sorgfaltsmaßstabs diskutiert. Die medizinethische Bewertung bündelt zentrale Dilemmata – insbesondere Lösegeldforderungen und Ressourcenkonflikte zwischen IT-Sicherheit und unmittelbarer Patientenversorgung – entlang der Vier-Prinzipien-Ethik und einer Verantwortungsethik. Abschließend folgen prägnante Handlungsempfehlungen für Klinikträger, Aufsicht und Ethikgremien. Kernthese: IT-Sicherheit ist Patientensicherheit; präventive Dokumentation und geübte Notfallverfahren sind rechtlich wie ethisch geboten.
| Item Type | Article |
|---|---|
| Copyright holders | © 2025 The Author(s) |
| Departments | LSE |
| DOI | 10.1007/s00481-025-00895-0 |
| Date Deposited | 19 Dec 2025 |
| Acceptance Date | 14 Nov 2025 |
| URI | https://researchonline.lse.ac.uk/id/eprint/130707 |
